Tankard
Object: Tankard
Representation: Acanthus, Coriolanus and the women, Putto, Herme
Findings: On the rim of the stand the hallmark (crescent between two stars in a vertical rectangle) for Halle; to the right of it the master mark "AH" in a transverse oval for August Hosse; next to it the year letter "C" for 1710; on the floor centrally, probably in more recent times (in the 19th century or later) the number "348" (inventory number of a private collection?). On the floor carved "N 54" (inventory number of a private collection?) as well as other carvings possibly related to this indication on the right side
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Überweisung 1965
Freistaat Bayern. Gemäß der Vereinbarung vom 06.12.1960 zwischen der Bundesrepublik Deutschland und dem Freistaat Bayern. Von der Treuhandverwaltung für Kulturgut übernommen vom Central Collecting Point München aus der Vermögenseinziehung Hermann Göring.
Provenienzforschung: Nach Angabe von Walter Andreas Hofer "Vor dem Kriege an H. Göring" (vgl. Angabe auf der Karte der Restitutionskartei in der Datenbank zum Central Collecting Point). Zu unbekanntem Zeitpunkt, wohl im 19. Jahrhundert, in einer unbekannten Sammlung mit der Nummer "348" versehen. Auch die Nummer "N 54" konnte bislang in keinen Zusammenhang mit einer Sammlung gebracht werden. Nicht identisch mit dem figürlichen Humpen, den Göring auf einem Foto in der "Berliner Illustrierten Zeitung" hebt (Foto 1939). Kein Beleg für die Aussage Hofers. Marc Rosenberg, Der Goldschmiede Merkzeichen, Bd. 2, 3. Aufl., Frankfurt a.M. 1923, S. 128, Nr. 2324 nennt den Goldschmied noch nach seinen Initialen "Meister AH"; Rosenberg hatte zahlreiche Beispiele gesammelt und gibt dazu an: "Ferner sind noch etwa 16 weitere Arbeiten, teilweise mit Jahresbezeichnung von 1708-1730 nachweisbar"; die Materialsammlung Rosenbergs konnte bislang nicht auf diese Angabe hin überprüft werden. Zu unbekanntem Zeitpunkt aus unbekanntem Eigentum/Besitz in die 'Sammlung Göring'. Aufgrund der Provenienzlücke(n) kann ein NS-verfolgungsbedingter Entzug nicht ausgeschlossen werden./I.v.z.M., 2017
Staatliche Museumsagentur Bayern
Referat für Provenienzforschung
Landshuter Allee 8
80637 München
Germany