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Suchmeldung | Sammlung

Die Sammlung Armand DORVILLE

Lost Art-ID
615418
Name
Die Sammlung Armand DORVILLE
Objektgruppen
  • Grafik
  • Malerei
  • Plastik / Skulptur
Beschreibung

Die Sammlung von Armand DORVILLE umfasste mehr als 450 Gemälde, Zeichnungen, Pastelle und Skulpturen. Als großer Kunstliebhaber und Mäzen lieh er regelmäßig Werke für Ausstellungen in den Hauptstadtmuseen aus und war 1932 Mitglied der Jury des Grand Prix de peinture. Nach seinem Tod im Jahr 1941 vermachte er zahlreiche Werke den nationalen Sammlungen, darunter eine bedeutende Sammlung von Aquarellen und Zeichnungen von Constantin GUYS an das Musée des Arts Décoratifs und Gemälde von Jean BERAUD an das Musée Carnavalet.

Armand DORVILLE hatte eine besondere Vorliebe für das Werk von Constantin GUYS, von dem er über hundert aquarellierte Zeichnungen besaß. Im Jahr 1937 initiierte er sogar eine Ausstellung über den Künstler im Musée des Arts Décoratifs und verfasste das Vorwort zum Katalog.

Die Sammlung von Armand DORVILLE besteht hauptsächlich aus Werken der zweiten Hälfte des 19. und des frühen 20. Jahrhunderts. Zeichnungen und Aquarelle nehmen neben einer umfangreichen Sammlung von Gemälden impressionistischer Maler einen wichtigen Platz ein.

Seine Sammlung zeigt eine große Vielfalt an Themen auf, doch Armand DORVILLE hatte einen ausgeprägten Geschmack für Szenen aus dem Pariser Leben. Die am häufigsten vertretenen Künstler, Constantin GUYS, Jean Louis FORAIN und Henry MONNIER, bieten in verschiedenen Techniken und Stilen einen reichen und vielfältigen Einblick in das Pariser Leben des 19. Jahrhunderts.

Die Gruppe der Impressionisten ist durch viele Künstler sowohl in Zeichnung als auch in Malerei vertreten, darunter PISSARRO, RENOIR, CASSATT, CAILLEBOTTE oder DEGAS. Armand DORVILLE besaß auch zahlreiche Werke von VUILLARD und VALLOTTON, mit neun und sieben Gemälden und Pastellen, sowie sechs Werken von FANTIN LATOUR und zwei von DELACROIX.

Geschichte
Alle 450 Werke aus seiner Sammlung wurden zwischen dem 24. und 27. Juni 1942 im Auktionshaus Hôtel de Savoy in Nizza unter dem Hammer von Maître TERRIS versteigert. Während des Zweiten Weltkriegs wurde Nizza zu einem wichtigen Drehkreuz für den Kunsthandel, dass viele europäische Sammler, Kollaborateure des Vichy-Regimes und deutsche Würdenträger anzog, die auf der Suche nach neuen Werken waren, um die Sammlungen des Reichs zu bereichern. Zahlreiche enteignende Verkäufe fanden daher zwischen 1942 und 1944 im Hôtel de Savoy statt, oft auf Initiative des Generalkommissariats für jüdische Fragen. Wie die Werke aus der Sammlung von Armand DORVILLE wurden auch diese geraubten Gemälde, Zeichnungen, Skulpturen und Kunstobjekte zerstreut und fanden Eingang in private und öffentliche europäische, aber auch internationale Sammlungen. Denise Vernerey-Laplace und Hélène Ivanoff, assoziierte Forscherinnen am Georg-Simmel-Zentrum (EHESS), wurden beauftragt, einen historischen Bericht über die Domaine de Dorville und den Kunstmarkt an der Côte d'Azur während der Besatzung zu verfassen. Das Gutachten ist auf Anfrage erhältlich (bitte wenden Sie sich an Eléonore Delabre, e.delabre@add-associes.com).
Ansprechpartner:in
Delabre, Eléonore
Position
Provenance Research Department - ADD Associés
E-Mail
e.delabre@add-associes.com
Verlustumstand gemeldet als
NS-verfolgungsbedingt entzogenes Kulturgut
Suchmeldung, Privatperson

Dorville, Armand (Nachlass/estate)

Permalink auf diese Seite
https://lostart.de/de/Verlust/615418

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