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Teekanne mit Deckel

Lost Art-ID
594331
Porzellansammlung Gustav von Klemperer, Dresden 1928, Tafel 8, Nr. 53
Porzellansammlung Gustav von Klemperer, Dresden 1928, S. 49, Nr. 53; Abb. der Schwertermarke
Manufaktur
Porzellanmanufaktur Meissen
Gründung
gegr. 1710
Titel
Teekanne mit Deckel
Datierung
1725 (um)
Objektart
Kunsthandwerk / -gewerbe
Objektgruppe
Kunsthandwerk / -gewerbe
Material / Technik
Keramik (Porzellan)
Höhe
12,60 cm
Beschreibung
Bestehend aus Kaffeekanne, Teekanne, Spülkumme, Teebüchse, Zuckerdose, vier Koppchen und Unterschalen sowie einer einzelnen Unterschale. [...] Die Teekanne kugelig, am gekehlten Halsring eingezogen, mit gebogenem Ausgußrohr und bärtiger, natürlich staffierter Maske am Ansatz, Ohrhenkel mit Blattansätzen und gewölbtem Deckel mit flachem Rand und spitzem Pilzknauf. [...] Auf den Wandungen [...] zwei bunte Chinesenbilder in vielfach geschweiften Kartuschen mit langgezogenen, von Goldlinien eingeschlossenen Lüsterfeldern und einem Laubwerkkranz in Eisenrot und Purpurviolett. Zwischen den Kartuschen, an den Henkeln und Ausgüssen indianische Blumenzweige, Streublumen und Schmetterlinge in Eisenrot, Purpurviolett, Smaragdgrün und Gelb. [...] An den Kannenhälsen [...] Goldspitzenbordüre mit Lüsterfeldern. [...] Ränder und Knäufe vergoldet. Darstellungen: [...] Teekanne Nr. 53: a) Vornehmer, am Teetisch unterm Thronbaldachin sitzender Chinese, umgeben von zwei knienden Dienern mit Teegeschirr und Sonnenschirm, sowie einem dritten, der Kuchen bringt; b) Vornehmer, an eine Schlummerrolle gelehnter Chinese unter bunt gemustertem Baldachin, rechts ein Chinese mit Schwert, der erstaunt die Hände hebt, ein Schirmträger und ein Sitzender mit Tabakspfeife. Am Deckel Fries mit drei einzelnen Chinesenfiguren zwischen Blumenstauden. [...] Teekanne [...] mit Schwertermarke in hellblau auf der Glasur, [...] mit K.P.M. [...] Goldnummer 76 (siehe Abb.; Anm. SKD, Porzellansammlung Dresden). [...] – Die Malerei wahrscheinlich von Christian Friedrich Höroldt (Herold), der seit 1725 an der Meißner Manufaktur beschäftigt war.
Sammlung
Porzellansammlung Gustav von Klemperer (1852-1926)
Provenienz
[…] bis Dezember 1926, Gustav von Klemperer (gest. 27.12.1926), Dresden [1]; 30.06.1927, Nachlassregelung, Nachlass zu gleichen Teilen an Victor, Herbert-Otto und Ralph-Leopold von Klemperer [2]; November 1938, Sicherstellung der Porzellansammlung in der Villa von Victor von Klemperer durch die Geheime Staatspolizei, Dresden [3]; Dezember 1938, Abtransport der Porzellansammlung aus der Villa von Victor von Klemperer, Tiergartenstraße 64, Dresden, in das „Johanneum“, Staatliche Porzellansammlung Dresden, Augustusstraße 1, Dresden [4]; November 1941, Verfall des Vermögens der Familie von Klemperer an das Deutsche Reich gemäß der 11. Verordnung zum Reichsbürgergesetz [5]; Januar 1943, unentgeltliche Übertragung der Sammlung von Klemperer an das Land Sachsen auf Grundlage eines Entscheids von Adolf Hitler [6]; 1943, kriegsbedingte Auslagerung aus der Staatlichen Porzellansammlung Dresden nach Schloss Rammenau in Sachsen [7]
Literatur / Quelle

Porzellansammlung Gustav von Klemperer, Dresden 1928, S. 47-49, Nr. 52-61, hier Nr. 53;

[1] Anette Loesch, Das Schicksal der Porzellansammlung Gustav von Klemperers, in: Beiträge öffentlicher Einrichtungen der Bundesrepublik Deutschland zum Umgang mit Kulturgütern aus ehemaligem jüdischen Besitz, bearb. von Ulf Häder (= Veröffentlichungen der Koordinierungsstelle für Kulturgutverluste, Bd. 1), Magdeburg 2001, S. 56-77; Andreas Graul, Gustav und Victor von Klemperer. Eine biographische Skizze (= Publikationen der Eugen-Gutmann-Gesellschaft, Bd. 2), Leipzig 2005; Sabine Rudolph, Restitution von Kunstwerken aus jüdischem Besitz. Dingliche Herausgabeansprüche nach deutschem Recht (= Schriften zum Kulturgüterschutz / Cultural Property Studies), Berlin 2007; [2] Rudolph 2007, S. 41-47, hier S. 41; Amtsgericht Dresden, Nachlassakte Gustav von Klemperer, Einantwortungsurkunde des Zivilgerichts für Inner-Prag, 30.06.1927; [3] SächsStA-D, 11125 Ministerium des Kultus und öffentlichen Unterrichts, Nr. 18834/1, Bl. 1-2, Fritz Fichtner (Direktor der Porzellansammlung) an Ministerium für Volksbildung, 01.12.1938; [4] SächsStA-D, 11125 Ministerium des Kultus und öffentlichen Unterrichts, Nr. 18834/1, Bl. 5, (nachrichtlich) Fritz Fichtner, 02.12.1938, entspricht der Anlage zu Bl. 4, Fritz Fichtner an Ministerium für Volksbildung, 03.12.1938; [5] Rudolph 2007, S. 45; [6] SächsStA-D, 11125 Ministerium des Kultus und öffentlichen Unterrichts, Nr. 18834/2, Bl. 1, Reichsministers der Finanzen an Oberfinanzpräsident Dresden, 04.01.1943; ebd., Bl. 10, Oberfinanzpräsident Dresden an Reichsstatthalter Sachsen, 14.01.1943; [7] Archiv der Porzellansammlung, Verzeichnis der außerhalb von Dresden geborgenen Kunstwerke, unpag., ca. 1943; SächsStA-D, 11125 Ministerium des Kultus und öffentlichen Unterrichts, Nr. 18834/2, Bl. 13, (nachrichtlich) A. Richter (Oberregierungsrat, Sächsische Staatskanzlei) an Direktor der Porzellangalerie, 08.04.1943; ebd., Bl. 21, Fritz Fichtner an Sächsische Staatskanzlei, 30.04.1943; ebd., Bl. 48, Fritz Fichtner an Hermann Voss (Sonderbeauftragter für Linz), 25.08.1943.

Katalog | catalogue: Externer Link

Veröffentlicht seit
17.02.2021
Kontakt
Kontaktanfragen richten Sie bitte an das Deutsche Zentrum Kulturgutverluste.
Verlustumstand gemeldet als
NS-verfolgungsbedingt entzogenes Kulturgut
Suchmeldung, Privatperson

Klemperer, Erbengemeinschaft

Permalink auf diese Seite
https://lostart.de/de/Verlust/594331

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