Fundmeldung | Einzelobjekt
Wimpel "Fabrikarbeiterverband Osterode"
Lost Art-ID
599814
Hersteller/Künstler:in
Titel
Wimpel "Fabrikarbeiterverband Osterode"
Datierung
1920-1933
Objektart
Objektgruppe
Material / Technik
Textil ; Holz
Höhe
35,60 cm
Breite
65,00 cm
Inventarnummer
10_35
Beschreibung
Dreieckiger Wimpel aus rotem Stoff an hözerner Stange. Auf der Vorderseite in Frakturschrift gestickte Aufschrift, zweizeilig (schwarzer Faden, Plattstich): "Verband der Fabrikarbeiter Deutschlands." Daneben in rundem Medaillon vor gelbem Hintergrund gestickt das Emblem (stilisierte Frakturschrift, schwarzer Faden, Plattstich): "VFD". Auf der Rückseite gestickt die Aufschrift, zweizeilig (grüner Faden, Plattstich, Frakturschrift): "Jugendgruppe Osterode a/H." Umrandet wird der Wimpel von einer gelben Borte.
Provenienz
Die Provenienz der Fahne ist uneklärt. Der Verband der Fabrikarbeiter wurde 1890 in Hannover geründet. Er hatte 1919 über 600.000 Mitglieder. 1932 schloss er sich mit SPD, Reichsbanner und Arbeitersportverbänden zur Eisernen Front im Kampf gegen den Nationalsozialismus zusammen. Am 2. Mai 1933 wurde er von den Nationalsozialisten verboten und aufgelöst, die Mitglieder zum Eintritt in die NS-Gewerkschaft DAF (Deutsche Arbeitsfront) gezwungen.
In Osterode war Franz Hagenbuch, geb. 8.5.1884 in Heidelberg, Sekretär des Verbands der Fabrikarbeiter.
Literatur / Quelle
C. Riemenschneider, „Provenienzforschung in vier südniedersächsischen Museen“, Ein @Erst-Check auf unrechtmäßig entzogene Kulturgüter, Bd. Teil 2. Mecke Druck und Verlag, Duderstadt, 2018.
Veröffentlicht seit
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Museum im Ritterhaus
Am Rollberg 32
37520 Osterode am Harz
Deutschland
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