Suchmeldung | Einzelobjekt
Bechstein-Flügel
Lost Art-ID
634745
Hersteller/Künstler:in
Titel
Bechstein-Flügel
Datierung
1908 (ca.)
Objektart
Objektgruppe
Material / Technik
Holz
Beschreibung
weiß
Provenienz
[...]; Datum unbekannt, spätestens Juni 1938-05.12.1939, Besitz Arthur und Irene Barasch, Berlin; 05.12.1939-05.07.1962, Besitz Franz Großmann; 05.07.1962-17.09.1988, Besitz Gerhard Grossmann; 17.09.1988-frühstens Sommer 2007, Besitz Margarete Heinze; [...]
Am 21. Juni 1938 schätzte Philo Wuest den Bechstein-Flügel von Arthur und Irene Barsch, der sich im Musiksalon der Villa in der Wissmannstraße 11 (heute Baraschstraße) befand, auf ein Alter von ca. 30 Jahren und auf den Wert auf 400 RM. Nach Aussagen von Luise Haertel, der Sekretärin von Arthur Barasch, im Rahmen des Restitutionsverfahrens, verkaufte Barasch sein Anwesen (die teils inventarisierte Villa, Gartenhaus und Garten), um unter anderem eine Devisenstrafe, die Reichsfluchtsteuer und Judenvermögensabgabe für seine sich in Italien befindende Frau Irene sowie für die Lebenshaltungskosten zu decken. Der Verkauf erfolgte am 5.12.1939 an Franz Großmann. Nach dessen Tod erbte sein Sohn Gerhard (geb. 22.11.1913 - gest. 17.09.1988) das Anwesen. Nach seinem Tod ging es in das Eigentum seiner Frau Margarete Heinze (geb. 3.9.1922 - gest. 01.06.2009) über. Der weiße Bechstein-Flügel wurde zuletzt im Sommer 2007 im „Musiksalon“ in der Bel Etage der Villa gesehen. Werner Barasch, der Sohn von Arthur und Irene, erwähnt den Bechstein-Flügel in seiner Autobiografie Entronnen, Autobiografische Skizze von 1938 bis 1946 von 2001 sowie am 14. November 2001 bei einem Interview in San Francisco im Rahmen des „The Bay Area Holocaust Survivor Oral History Project". Villa und Gartenhaus wurden 2007 weiterverkauft. Der derzeitige Verbleib des Objektes ist unbekannt.
Am 21. Juni 1938 schätzte Philo Wuest den Bechstein-Flügel von Arthur und Irene Barsch, der sich im Musiksalon der Villa in der Wissmannstraße 11 (heute Baraschstraße) befand, auf ein Alter von ca. 30 Jahren und auf den Wert auf 400 RM. Nach Aussagen von Luise Haertel, der Sekretärin von Arthur Barasch, im Rahmen des Restitutionsverfahrens, verkaufte Barasch sein Anwesen (die teils inventarisierte Villa, Gartenhaus und Garten), um unter anderem eine Devisenstrafe, die Reichsfluchtsteuer und Judenvermögensabgabe für seine sich in Italien befindende Frau Irene sowie für die Lebenshaltungskosten zu decken. Der Verkauf erfolgte am 5.12.1939 an Franz Großmann. Nach dessen Tod erbte sein Sohn Gerhard (geb. 22.11.1913 - gest. 17.09.1988) das Anwesen. Nach seinem Tod ging es in das Eigentum seiner Frau Margarete Heinze (geb. 3.9.1922 - gest. 01.06.2009) über. Der weiße Bechstein-Flügel wurde zuletzt im Sommer 2007 im „Musiksalon“ in der Bel Etage der Villa gesehen. Werner Barasch, der Sohn von Arthur und Irene, erwähnt den Bechstein-Flügel in seiner Autobiografie Entronnen, Autobiografische Skizze von 1938 bis 1946 von 2001 sowie am 14. November 2001 bei einem Interview in San Francisco im Rahmen des „The Bay Area Holocaust Survivor Oral History Project". Villa und Gartenhaus wurden 2007 weiterverkauft. Der derzeitige Verbleib des Objektes ist unbekannt.
Literatur / Quelle
Brandenburgisches Landeshauptarchiv (BLHA), Rep. 36A Oberfinanzpräsident Berlin-Brandenburg (II) Nr. 1880; LAB B Rep. 025-04 Nr. 5036/50; Werner Barasch, Entronnen, Autobiografische Skizze von 1938 bis 1946, Haag + Herchen, 2001; „Interview of Werner Barasch from the archives of the Tauber Holocaust Library of the Jewish Family and Children’s Services Holocaust Center.“ 2001; Augenzeugin: Barbara Gstaltmayr
Veröffentlicht seit
Ansprechpartner:in
Ross, Antoinette
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