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Fayence-Dachreiter: Giebelbekrönung, Fabeltier mit daneben stehendem Mann (beschädigt)

Lost Art-ID
582689
Hersteller/Künstler:in
Unbekannt
Titel
Fayence-Dachreiter: Giebelbekrönung, Fabeltier mit daneben stehendem Mann (beschädigt)
Datierung
Ming-Epoche 1368-1644
Objektart
Kunsthandwerk / -gewerbe
Objektgruppe
Kunsthandwerk / -gewerbe
Material / Technik
Keramik (Ton) ; Glasur (Fayence) grün, türkis, aubergine
Höhe
43,00 cm
Breite
67,00 cm
Gewicht
28700,00 g
Inventarnummer
Dachreiter 08 / Lepke 99
Beschreibung
Beschreibung des Autors Fuchs: „Dachreiter. Giebelbekrönung. Fabeltier mit danebenstehendem Mann mit Zipfelmütze. Auf dem Rücken des Fabeltiers ein Tiger (oder kleiner Drache), Polychrom glasiert: gelb, hellgelb, grün, türkis und dunkelbraun. Länge 67 cm, Höhe 43 cm.“
Bestand
Sammlung chinesischer Dachreiter (Tempelbekrönungen)
Provenienz

Sammlung Eduard Fuchs, erworben zwischen 1912–1922 und in dessen Besitz bis 1933; 25.10.1933 Beschlagnahmung durch die Gestapo; / 1937 – 1938 zwangsweiser Verkauf (Zahlung Reichsfluchtsteuer) durch seine Tochter Gertraud Fuchs: Versteigerung Auktionshaus Rudolph Lepke Berlin, Katalog 2115, S. 11 - am 15.10 und am 16.10.1937 wurde dieser Dachreiter als Nr. 99 versteigert: „FAYENCE-DACHREITER. Giebelbekrönung: Fabeltier mit daneben stehendem Mann; gelb, grün, türkis und dunkel auberginefarben glasiert. Länge 67, Höhe 43 cm, Ming (Lädiert)“.

Laut annotierten Katalog der Lepke Auktion (Kunsthistorische Bibliothek Den Haag) von Walter Fritzsche (Kunsthandlung Ernst Fritzsche (Wilhelmstraße 49, Berlin W8) ersteigert für 75,- RM (Schätzpreis: 150,- RM). Die Protokollabschrift der Versteigerung 2115 bei der Reichskammer für Bildende Künste vermerkt maschinenschriftlich „Fritzsche“ und bestätigt den Preis von 75,- RM (Landesarchiv Berlin, A Rep. 243-04 Reichskammer für bildende Künste – Landesleitung Berlin). Nach 1939 gab es eine Fotographie von H. Grunberg aus dem Ladengeschäft von Ernst Fritzsche mit diesem Dachreiter. Die wichtigste Spur über das weitere Schicksal dieses Drachens war dann ein Angebot der Kunsthandlung Fritzsche für die neue Ostasiatische Abteilung an die Staatlichen Museen zu Berlin vom 5. Juni 1952: „Derzeit hätte ich anzubieten: Einen größeren Dachziegel der frühen Ming-Epoche, darstellend einen Drachen, der von einem Priester geführt wird, aus gebranntem Ziegel mit Glasurfarben in aubergine, grün und gelb. Nach meinem Dafürhalten ist der Ziegel in die erste Hälfte der Ming-Epoche, also um das 15. Jahrhundert zu datieren. Der Preis beträgt 2.000,- DM“ (SMB-ZA, II/VA 806) / Der angebotene Dachreiter wurde am 18.6.52 für die geforderten 2.000,- DM angekauft. Das Kunstwerk wurde am Ethnologischen Museum der Staatlichen Museen Berlins gefunden (Ident.Nr. ID 458239)

Dezember 2024 Restitution

Status
restituiert
Literatur / Quelle
Fuchs, Eduard: Dachreiter und verwandte chinesische Keramik des 15. – 18. Jahrhunderts, München (A. Langen) 1924, S. 58, Tafel 8; SMB-ZA, II/VA 806 (Angebot der Kunsthandlung Fritzsche an die Staatlichen Museen zu Berlin vom 5. Juni 1952)
Veröffentlicht seit
06.03.2019
Ansprechpartner:in
Dr. Dipl. Journ. Ulrich Weitz
Position
Agentur für Kunstvermittlung
Tel
+49 (0) 711 7657184
E-Mail
weitz.kunst@gmail.com
Ansprechpartner:in
Dr. Sabine Rudolph
Position
Rechtsanwältin
Tel
+49 (0)351 / 448 333-0
E-Mail
s.rudolph@steinmeier.eu
Verlustumstand gemeldet als
NS-verfolgungsbedingt entzogenes Kulturgut
Suchmeldung, Privatperson

Fuchs, Eduard

Permalink auf diese Seite
https://lostart.de/de/Verlust/582689

Fußzeile

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