Schlangenhautbecher
Schild mit Gravur: „Segnende Hände unter Krone“; zwei Stempel, beide korrumpiert und nicht identifiziert; Münze im Becherboden: "AUGUSTUS HERTZOG ZU BRAUNS U LUNEB"; Außenseite: Wappen mit Umschrift: "ALLES MIT BEDACHT ANNO 1654 HS“ = 1 Taler, Fürstentum Braunschweig-Wolfenbüttel (1635 - 1713).
Schlangenhautbecher, zylindrische Form, Rand leicht ausgewölbt. Rand und Sockel glatt. Im Boden ist ein Taler eingelötet (s.o.). Das Medaillon, ein in der Außenfläche ausgespartes Oval, wurde offenbar nachträglich gefüllt: Unter einer ziselierten Krone sind zwei Hände eingraviert, die dem jüdisch-religiösen Symbol der segnenden Priesterhände entsprechen. Dies verweist auf Kohanim, möglicherweise auch in der Nutzung.
Schellenberg-Nr. 5471 (Erfassung Carl Schellenberg nach 1945)
Vermutlich deutsch; [Provenienzlücke]; vor 1939 jüdische:r Vorbesitzende:r ; 1939/40 Deutsches Reich, Beschlagnahmung Hamburg; 1940 Stadt Hamburg, Ankauf; [Provenienzlücke]; um 1945 Finanzbehörde Stadt Hamburg, Einzug; o.D. Jewish Trust Corporation, Treuhand; 1959 Stadt Hamburg, Ankauf; 1961 Museum für Völkerkunde Hamburg (heute MARKK Hamburg), Überweisung
MUSEUM AM ROTHENBAUM (MARKK)
Kulturen und Künste der Welt
Rothenbaumchaussee 64
20148 Hamburg
Deutschland