Fundmeldung | Einzelobjekt
Stifterin
Lost Art-ID
584326
Titel
Stifterin
Datierung
1301/1400
Objektart
Objektgruppe
Material / Technik
Stuck
Höhe
14,00 cm
Breite
44,30 cm
Inventarnummer
15970
Beschreibung
Ursprünglich war die Stuckplastik laut Inventarkarte im Besitz des Herzogs von Augustenburg in Primkenau. Primkenau (heute: Przemków) in der Nähe von Liegnitz (heute: Legnica) in Polen war der Jagd- und Landsitz der Herzöge von Augustenburg in Schlesien, auf den sich Herzog Friedrich VIII. zurückzog, nachdem er 1867 zugunsten von Bismarcks Plänen den schleswig-holsteinischen Thron verlor. Das alte Schloss wurde abgerissen und zwischen 1894-1897 ein neues Herrenhaus errichtet. Zu Primkenau gehörte auch eine Eisenhütte, die eine wichtige Einkommensquelle für die Augustenburger darstellte. Die letzte deutsche Kaiserin Auguste Viktoria verbrachte einen Teil ihrer Jugend auf Primkenau, die männliche Linie der Familie starb jedoch 1921 aus. Das Schloss brannte zum Ende des Zweiten Weltkriegs 1945 ab und die Ruine wurde in den 1970er Jahren geschleift.
Provenienz
Die Stuckplastik einer betenden Stifterin aus dem 14. Jahrhundert wurde 1941 für das Flensburger Museum von Albert Röhl aus Legnica in Polen erworben. Sie stamme aus dem Besitz des Herzogs von Augustenburg in Primkenau bei Legnica. Ob Röhl sie von dort erwarb oder auf anderem Wege in die Gelegenheit kam sie zu veräußern, ist nicht bekannt. Aufgrund der Baugeschichte des Schlosses erscheint es möglich, dass die Plastik nach einer Phase von Abriss oder Umbau in den Handel gelangte. Ebenso ist denkbar, dass sie entwendet wurde.
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