Schöpflöffel
Befund: Auf der Unterseite der Laffe: Meisterzeichen 'IF über K in Rahmung', für Johann Friedrich Wilhelm Kramer (Meister 1781, gest. 1830), allerdings scheint es sich bei der Punze um eine Variante seines bisher bekannten Meisterzeichens zu handeln; Vorgeherbuchstabe "I", für Johann Friedrich Ehe, der von 1795 bis 1799 Vorgeher war und mit dem Buchstaben "I" stempelte; Beschauzeichen 'N in Kreis', für Nürnberg, wohl ab 1791 bis spätestens 1801; Tremolierstich. Auf der Unterseite des Griffs: graviertes Monogramm "M.L."; gravierte Jahreszahl "1794"; handschriftlich mit roter Farbe "40/65" (Inv.-Nr. des Bayerischen Nationalmuseums). Auf der Oberseite des Griffs: auf einem aufgeklebten querrechteckigen Papierzettel mit dreifacher blauer Umrahmung handschriftlich mit roter Farbe "40.65/1663": "40.65" = Inv.-Nr. des Bayerischen Nationalmuseums (40/65)/"1663" = Nummer der Ankaufsstelle des Städtischen Leihamts München ("Verkauf von Kunst- und Seltenheitswerten an das Bay[erische] Nationalmuseum München, aus dem Bestand von j[üdischen] Silber-Gegenständen", vom 23.05.1940; BNM-Dok. 200: vgl. BNM Inv.-Nrn. 39/196, 39/202, 39/210, 39/212-213, 39/219, 40/12, 40/16, 40/19, 40/20, 40/24, 40/53, 40/58, 40/77-78, 40/81, 40/88, 64/37)./A.G., 2018
Weitere Informationen: Externer Link
Ankauf (nach Zwangsablieferung von Silber: zusammen mit BNM Inv.-Nrn. 39/198, 40/38-39, 64/43)
1940 Ankauf durch das Bayerische Nationalmuseum vom Städtischen Leihamt München. 1961 Abgabe vom Bayerischen Nationalmuseum an die Finanzmittelstelle München des Landes Bayern (als Vertretung des Landes Bayern in Rückerstattungssachen) zur Restitution an anspruchsberechtigte Personen. 1969 Rückgabe an das Bayerische Nationalmuseum durch die Bezirksfinanzdirektion München, da keine anspruchsberechtigte(n) Person(en) ermittelt bzw. keine Ansprüche geltend gemacht werden konnte(n). 1969 nicht neu inventarisiert: 40/65.
Provenienzforschung: 1939 von Jakob Weil (1876 Haigerloch - 1941 München) als Zwangsablieferung von Edelmetall (Silber) gemäß der "Dritten Anordnung auf Grund der Verordnung über die Anmeldung des Vermögens von Juden" vom 21.02.1939 - zusammen mit BNM Inv.-Nrn. 39/198, 40/38-39, 64/43 - an das Städtische Leihamt München: A[nkaufs]V[erzeichnis] 1900 = Nr. 1663 der Ankaufsstelle des Städtischen Leihamts München ("Verkauf von Kunst- und Seltenheitswerten an das Bay[erische] Nationalmuseum München, aus dem Bestand von j[üdischen] Silber-Gegenständen", vom 23.05.1940; BNM-Dok. 200). 1940 Ankauf durch das Bayerische Nationalmuseum vom Städtischen Leihamt München (Silberverwertungsstelle: AV 1900/Nr. 1663) für RM 13,30.- (Silber: 190,0 g). Vorprovenienz unbekannt./A.G., 2018
Memorial: Jakob Weil (*Haigerloch 17.04.1876) verstarb (mit unbekannter Todesursache) am 04.05.1941 in München. [in: "Biographisches Gedenkbuch der Münchner Juden 1933-1945"]./A.G., 2019
Staatliche Museumsagentur Bayern
Referat für Provenienzforschung
Landshuter Allee 8
80637 München
Deutschland