Reiterschlacht
Herkunft: unbekannt. Angeblich vom Berliner Magistrat ins Depot der Nationalgalerie gegeben (der Name Dr. Settegast ist der eines ehemaligen Verwaltungsdirektors der Staatlichen Museen zu Berlin). Am 26. 04. 1949, am 23. 11. 1967 und am 31. 10. 1974 wurden an die Gemäldegalerie/Staatliche Museen Berlin (Ost) 12 Bilder älterer Meister von der Nationalgalerie überwiesen, die dort seit längerem als Stücke mit ungeklärter Herkunft im Depot verwahrt wurden. Möglicherweise vom "Amt für Rückführung" (K. Reutti) nach dem Kriege an die Nationalgalerie gelangt.
Akten: Archiv der Gemäldegalerie, Übergabeakte und Quittungen, 4 Bll. Geismeier, Fremdbesitz, 1999, S. 51, S. 45
Das Gemälde war in dem 1999 von der Stiftung Preußischer Kulturbesitz publizierten Katalog der in der Gemäldegalerie aufbewahrten und eigentumsrechtlich nicht zuzuordnenden Objekte dokumentiert. Ebenso wurde eine Fundmeldung in der Lostart-Internetdatenbank veröffentlicht. Auf diese beiden Publikationen nahm die russische Regierung Bezug bei ihrem Ersuchen um Rückerstattung. Bereits vier Monate nach Erhebung des Anspruchs und nach eingehender Prüfung der Unterlagen konnte das Kunstwerk am 26.04.2005 an den rechtmäßigen Eigentümer ausgehändigt werden. Nach Angaben der russischen Regierung befand sich das Gemälde bis 1941 im Turmkabinett Pawel Petrowitschs des Palastes von Gatschina, einem nahe St. Petersburg gelegenen frühklassizistischen Park- und Schlossensemble, das der Günstling und Geliebte von Katharina der Großen, Graf Orlow, errichtet hatte. Das Gemälde wurde während des Zweiten Weltkriegs von dort unter unbekannten Umständen entfernt.
Stiftung Preußischer Kulturbesitz
Staatliche Museen zu Berlin
Gemäldegalerie
Matthäikirchplatz
10785 Berlin
Deutschland